Mitfahrbänke

Das Konzept der Mitfahrbank wird immer bekannter in Deutschland. Es handelt sich dabei um eine Bank, die am Ortsausgang steht. Eine Person, die mitgenommen werden möchte, kann sich darauf setzen und warten, bis ein Autofahrer oder eine Autofahrerin anhält. Damit diese Person nicht unnötig anhält, gibt es oft die Möglichkeit ein Schild aufzuhängen, auf dem der Zielort steht.

Warum Mitfahrbänke?

Ohne Auto mobil sein

Menschen, die kein Auto besitzen, nicht fahren können oder ihren C02 Fußabdruck nicht vergrößern möchten, können unkompliziert ihr Ziel erreichen.

Umwelt- und Klimaschutz

Wenn es funktioniert, lässt vermutlich der Eine oder die Andere das eigene Auto stehen und setzt sich auf die Bank, um mit anderen zusammen zu fahren. Das entlastet Klima und Umwelt.

Gemeinsam unterwegs sein

Dadurch wird die Gemeinschaft des Ortes gestärkt. So ist es beispielsweise möglich, dass der Kontakt zwischen Einheimischen und Zugezogenen auf diesem Weg vereinfacht wird. Auch kann es der Alterseinsamkeit vorbeugen, wenn ältere Personen die Bank nutzen.

Standortsuche

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Wo ist ein guter Ort für eine Mitfahrbank?

Wichtig ist, dass die Stelle, an der die Bank stehen soll, möglichst stark frequentiert ist. Außerdem braucht es eine sichere Haltemöglichkeit für PKW. In den meisten Fällen wird es sich um öffentliche Flächen handeln. Deswegen ist es wichtig, das jeweilige Amt zu kontaktieren. So kann die Gemeindeverwaltung auch gebeten werden eine Begehung des Ortes vorzunehmen und die Gegebenheiten genau zu begutachten, um den besten Ort ausfindig zu machen. Es könnte aber auch ausreichen, ihnen ein Foto des gewünschten Ortes zu schicken. Nehmen Sie in jedem Fall zuvor Kontakt mit Ih-rer Gemeindeverwaltung auf.

Komponenten

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Mitfahrbank

Die Mitfahrbank kann kreativ gestaltet sein. Sie sollte möglichst gut ins Auge fallen, um die Wahr-scheinlichkeit fürs Mitnehmen zu erhöhen. Eine Verankerung im Boden ist von Vorteil, um Diebstahl vorzubeugen. Den Gegebenheiten entsprechend, muss das jedoch mit der Behörde vor Ort bespro-chen werden.

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Pfahl mit Schildern

Ein Pfahl mit einem Schild auf dem groß „Mitfahrbank“ steht, ist sehr empfehlenswert, da die Bank dann eindeutig als Mitfahrbank gekennzeichnet ist. An dem Pfahl sind ausklappbare Metallschilder, mit denen die Richtung angezeigt werden kann, befestigt.

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Infotafel

Es ist für viele ungewöhnlich, bei unbekannten Personen mitzufahren. Eine Infotafel kann Sicherheit geben und ein paar Verhaltensregeln fürs Mitfahren kommunizieren. Außerdem kann man dort ein Bild der Gruppe aufhängen, die die Bank gebaut hat und sich dafür verantwortlich fühlt. Dies erhöht das Vertrauen und wenn etwas mit der Bank nicht in Ordnung ist, dann wissen die Ortsansässigen auch, an wen sie sich wenden können.

Finanzierung

Wenn die Bänke in einer Gemeinde aufgestellt werden sollen, die zur LEADER-Region Burgwald-Ederbergland gehört, kann sie voraussichtlich ab Juli 2019 mit 80% der Nettokosten bezuschusst werden. Die Region kann 80% der Kosten übernehmen, die übrigen 20% geben mancherorts die Ge-meinden dazu. Auch wenn die Finanzierung damit grundsätzlich sichergestellt ist, braucht es die Mithilfe einer Ortsgruppe bei der Gestaltung der Bänke, der Standortsuche und beim Benennen der üblichen Fahrziele.

Öffentlichkeitsarbeit

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Damit eine Mitfahrbank funktioniert, muss sie bei der Ortsgemeinschaft auf Akzeptanz stoßen. Für manche Menschen kostet es zunächst etwas Überwindung sich darauf zu setzen. Es empfiehlt sich, ein kleines Fest zur Einweihung zu veranstalten, im Gemeindeblättchen darüber zu informieren und auch in jeden Briefkasten ein Infoschreiben einzuwerfen…

Bei Fragen oder Anregungen freuen wir uns über eine Nachricht!

Ich finde das Projekt unterstützenswert, da man einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann und dabei auch noch viele neue Leute kennen lernt. Janek Adelhelm

Filmer, Schönstadt

Weil ich mich für eine enkeltaugliche Erde einsetze und immer sehr gerne Menschen in meinem Twike mitnehme! Stefan Schulte

Regionalentwickler, Schröck